Biographie

Susanne Scheibler, geb. Moderau, geboren am 6.Oktober 1936 in Stralsund

1942 bis 1950 Grundschule in Erfurt, Abschlußprüfung bestanden mit „sehr gut“

1950 bis 1952 Einheitsschule Erfurt Unter Bemerkungen des sehr guten Zeugnisses stand „ihre stete Einsatzbereitschaft und Mitarbeit bei der Ausgestaltung der Wandzeitung ist lobenswert zu erwähnen.“ Ganz besonders hervorzuheben ist ihre wertvolle Arbeit  in der Laienspielgruppe.“

1955 beendete sie mit Erfolg ihr Schauspielstudium. Ihren Mann, den Schauspieler Manfred Scheibler, mit dem sie auch auf der Bühne stand, lernte sie in Saarbrücken kennen.

1958 Die Hochzeit fand im April 1958 statt.

1959 Ihren ersten Roman schrieb Susanne Scheibler unter dem Pseudonym “ RUTH BERNSTORFF“ –
„Ich lebe nur für dich“ Er erschien im Titania Verlag Stuttgart. Weitere gebundene Romane im gleichen Verlag:

1959              Wann wirst du mir glauben, Corinna ?

1960              Du bist das Glück, Sybill

1961 Ein Herz für Bettina, Denn die Liebe verzeith,Wenn du mich liebst, wirst du mich finden

1962 Durch dich wird die Welt erst schön,Stärker als die Lüge (Heute begehrte Leihbücher Sammlermarkt )

1968 sagte sie dem Theater lebewohl.
Beginn der 20 jährigen Festanstellung beim Verlag Gustav Lübbe als Lektorin

19761988 Cheflektorin der Frauenromane beim Bastei – Lübbe Verlag in Bergisch-Gladbach, danach freiberuflich tätig.Neben ihrer Verlagsarbeit, Redaktion Frauenromane fing sie an, sich für den historischen Roman zu begeistern…..

Susanne SchreibmaschieneIch entstamme einer Künstlerfamilie. Mein Vater war Schauspieler, meine Mutter Schauspielerin. Meine Großmutter war Konzertpianistin, die Großtanten Sängerinnen und Kunstmalerin. Meine Urgroßeltern waren ebenfalls Sänger, jedenfalls mütterlicherseits. Väterlicherseits ging es seriöser zu. Da finden sich Kaufleute und Fabrikanten.
Geboren bin ich in Stralsund/ Pommern, aufgegwachsen im thüringischen Erfurt. Dort stand ich auch zum ersten Mal mit achtJahren auf den Brettern, die die Welt bedeuten – als Heinerle im„ Fidelen Bauer „. Von da an habe ich regelmäßig dort Kinder- und Jugendtheater gespielt, und natürlich stand es für mich fest, daß ichSchauspielerin werden wollte. Mein Schauspielstudium in Stuttgart habe ich mir selbst verdient. Das war damals ziemlich schwierig, und ich habe alles Mögliche an Arbeit angenommen.
Ich war Laufmädchen für eine Firma, später Aushilfskraft in einem Kaufhaus, und zusätzlich habe ich in Heimarbeit Aufklebeadressen für die Kundenkartei eines Stuttgarter Verlages getippt, das Stück für anderthalb Pfennige.
Glücklicherweise wurde ich schon nach einem Jahr statt der üblichen drei Jahre zur Abschlußprüfung als Schauspielerin zugelassen, die ich auch bestand. Mein erstes Theaterengagement folgte promt am Stadttheater Rheydt. Weitere Engagements am Staatstheater Oldenburg, in Saarbrücken, Coburg, Krefeld und Linz / Donau schlossen sich an.
Ich habe viele wunderschöne Rollen gespielt, von denen jede junge Schauspielerin träumt, von der Luise in „ Kabale und Liebe „ angefangen bis hin zum modernen Charakterfach. In Saarbrücken habe ich meinen Mann kennengelernt, der ebenfalls Schauspieler ist.
Damals fing ich an zu schreiben.
Die Theatergagen waren nicht berauschend, und wir hatten ja nichts, keine Wohnung, keine Möbel, nur eine Menge Wünsche und viel Optimismus.
Letzteres zahlte sich aus: Mein erster Roman – natürlich die Geschichte einer Schauspielerin – wurde auf Anhieb von einem Verlag angenommen und veröffentlicht. Seitdem habe ich regelmäßig geschrieben — Romane, Kurzgeschichten, Serien und Fortsetzungsromane.
Ja, und dann habe ich 1968 dem Theater Lebewohl gesagt. Der Grund: Mein Mann und ich wollten uns nicht trennen. Es gibt so viele Schauspielerehen, die daran kaputtgehen. Mein Mann und ich hatten jahrelang das Glück , immer gemeinsam engagiert zu werden. Aber früher oder später wäre der Tag gekommen, wo nur der Eine oder Andere an einem Theater gebraucht worden wäre, und da hielt ich es für besser, vorher freiwillig aufzuhören. Außerdem hatte ich inzwischen längst viel Freude am Schreiben gefunden, daß ich darin echte Befriedigung fand.
Ich war immer eine große Leseratte und habe Bücher über alles geliebt.Darum habe ich auch sofort zugesagt, als mir der Bastei Lübbe Verlag,für den ich damals schon schrieb, eine Position als Lektorin anbot.
1976 wurde ich Cheflektorin der Roman – Redaktion, eine Arbeit, die mir trotz Stress und Verantwortung viel Spaß machte. Autoren zu entdecken,Stories zu entwickeln, aber auch neue junge Leute auszubilden waren Tätigkeiten, die mir lagen und Freude machten.
Überhaupt arbeitete ich ausgesprochen gern, vielleicht manchmal zu gern, wie mein Mann Manfred und unsere Freunde behaupteten, denn natürlich habe ich neben meinem Verlagsjob immer noch geschrieben.
Inzwischen habe ich meine Liebe zum historischen Roman entdeckt. Ich finde die Historie spannender und faszinierender als jeden Krimi, und es reizt mich ungemein, Schicksale von Menschen darzustellen, deren Leben durch geschichtliche Ereignisse beeinflußt, verändert oder ganz und gar umgekrempelt wird.
So entstand die historische Romantrilogie „ Tanja „ , Tanja und die Zarin, Tanja – Geliebte und Rebellin, erschienen beim Molden Verlag Wien, später bei Goldmann. Es folgten……Ewig fließen die Wasser des Nil, ein Roman um Echnaton und Nofretete, „ Und wasche meine Hände in Unschuld „ ( ein Roman um Pontius Pilatus ), „ Caroline, mon amour „ aus der napoleonischen Zeit und „ Der weisse Gott „, ein Roman um die Eroberung des Aztekenreiches und Hernan Cortes.
Im Augenblick arbeite ich wieder an einem russischen Roman aus der Zeit Alexander I. Dazwischen habe ich noch etliche Taschenbücher geschrieben, unrer anderem für den Lübbe Verlag die Romanfassung des Films „ Pretty Woman „ .
1988 habe ich meine feste Tätigkeit als Cheflektorin für Bastei Lübbe aufgegeben, um nur noch freiberuflich zu arbeiten. Allerdings ist der Kontakt zu meinem alten Verlag bestehen geblieben; ich bearbeite dort regelmäßig zwei Roman – Reihen.
Vor ein paar Jahren haben wir uns eine alte Dorfschule in der Eifel gekauft und sie nach unseren Vorstellungen umgebaut. Unser Dorf liegt in der Nähe vom Nürburgring und den Maaren, und für uns ist es eine Oase ländlicher Idylle. Wir sind auch stolze Waldbesitzer geworden, und es ist ein fabelhaftes Gefühl, wenn man in seinem eigenen Wald spazierengehen kann, auch wenn man in einer halben Stunde damit fertig ist. Es ist ja nur ein kleiner Wald.
Wir haben zwei Hunde, beides Mischlinge, einen aus dem Tierheim, den anderen aus Spanien, mit denen wir viel wandern. Außerdem gibt es noch etwa ein Dutzend „ Leihkatzen „ aus der Umgebung, die zwar nicht uns gehören, aber doch regelmäßig von uns gefüttert werden.
Noch ein bißchen Privates: Ich bin ein sehr fröhlicher Mensch und meist von unbesiegbarem Optimismus erfüllt, gläubig, kirchlich und sozial enagiert.Ich koche schrecklich gern, liebe die große Oper und bin ausgesprochen gern eine Frau.
Meine männlichen Mitarbeiter und Vorgesetzten waren auch immer sehr nett zu mir, und die Tatsache, daß ich eine Frau bin, hat mir nie Nachteile im Berufsleben eingebracht.
Geboren bin ich im Sternzeichen Waage mit Aszendent Stier.Für den, der an Astrologie glaubt, erklärt das wohl meine Liebe zum Schönen, zum Geldausgeben – aber auch meine Arbeitswut.
Mein Kummer: Ich wiege ein paar Pfund zu viel und nehme schrecklich schlecht ab.
Meine Fehler : Ich bin manchmal zu leichtsinnig im Geldausgeben, oft zu impulsiv, zu wenig methodisch, sondern lieber unordentlich, in mir lästigen Arbeiten gelegentlich zu bequem.
Mein Wunsch für die Zukunft : daß es uns noch lange so gehen möge wie jetzt.